unbekannt, Alte Passstrasse bei Langenbruck, um 1880, Schwarzweiss-Fotografie Kollodium Positiv, Staatsarchiv Basel-Stadt, 9, 445.
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Karrgeleise
«Eine Geleisestrasse besteht aus zwei parallelen Rillen in einem festen Untergrund – in der Regel dem anstehenden Fels, in selteneren Fällen Steinpflaster oder Holzprügel. Die Rillen sind mindestens 3 – 5 cm tief, können in Extremfällen aber auch eine Tiefe von mehreren Dezimetern erreichen. Sie sind meist V-förmig und weisen eine gerundete Sohle auf. Ihre Funktion besteht ähnlich den Tramschienen darin, den Karrenrädern als Führung zu dienen, um das seitliche Ausscheren der Gefährte zu verhindern. Diese Gefahr bestand beim früheren Verkehr besonders bei der Talfahrt, wenn den Karren, die keine modernen Bremsen aufwiesen, die Räder blockiert wurden. Auf den Geleisestrassen verkehrten Karren mit standardisierter Spurweite. Erst in der Schlussphase dieser Verkehrsform wurden auch breite, kastenförmige Rillen hergestellt, die das Befahren mit Wagen von unterschiedlicher Spurweite erlaubten.» (Guy Schneider).