Passwang – vom Bau der Strasse 1730 und der Sanierung rund 300 Jahre später

 

1. März 2017

Die alte Passtrasse, die Verbindung vom Thierstein ins Mittelland wird derzeit saniert. Anlieger-Gemeinden befürchten, dass deshalb der Durchgangs- und der Schwerverkehr zunehmen werden. 

Das Passwanggebiet am Rand des Bezirk Thierstein im Kanton Solothurn gelegen, ist als Naherholungsgebiet bekannt. Die Jurakette ist gleichzeitig auch die südlichste Grenze des Projektgebietes von regionatur.ch. Die Region hat sich im Laufe der Zeit landschaftlich wenig verändert: Bauernhöfe, Weiden und Wald charakterisieren die Landschaft. Es gibt keine Tourismusinfrastruktur. Bisher war die Strasse ihrer Steilheit und Streckenführung wegen für den Durchgangsverkehr ungeeignet. Einzig die Passstrasse führt durch den Zingelentunnel ins Mittelland.

Heute ist die Strecke vorallem auf der Nordseite teilweise in bedenklichem Zustand. Besonders die Geologie ist in diesem Abschnitt eine Herausforderung: Rutschungen, Steinschlag bis hin zu Wasseraustritten und Lawinen sind möglich. Teilstücke werden deshalb derzeit ersetzt, gesichert oder verbreitert. Allerdings kommt die Strassensanierung teurer als geplant, berichtet die Solothurner Zeitung vom 27.2.2017. Die kantonsrätliche Finanzkommission stimmte einem Zusatzkredit von 7.8 Millionen Franken zu - zusätzlich zu den bereits bewilligten 13,7 Millionen Franken.

Billiger und einfacher ging es vor fast 100 Jahren beim Ausbau der Passwangstrasse für den motorisierten Verkehr zu. Im Modul Passwang ist der Bau der Strasse zwischen 1930 und 1933 dokumentiert, zum Beispiel im Bild Kurven Stucketen von 1933. Das Bild Die Nordrampe zeigt den Abschnitt in den 1930-er Jahren. Er wird aktuell saniert. Ohne Tunneldurchstich keine Verbindung ins Mittelland - der Bau des Zingelentunnels war Schwerarbeit.

MJ