Luchs kehrt zurück - Folgen für Reh und Schaf

 
11. März 2017
 
In den 70er-Jahren wurde der in der Schweiz ausgerottete Luchs wieder angesiedelt, vor fünfzehn Jahren auch im Baselbiet und im Schwarzbubenland. Dort streifen heute zehn Luchse durch Wald und Weide.
 
regionatur.ch hat sich dem Thema Rückkehr verdrängter Arten im gleichnamigen Modul angenommen. Dort weist der Autor spezifisch auf die Gründe der Ausrottung hin, auf Wiederansiedlungsprojekte und auf die Wiedereinwanderung von Steinbock und Biber, von Storch und Bartgeier und von anderen Arten - und auch auf die wichtige Rolle der Landwirte.
 
Trotz Massnahmen wird sich irgendwann die Frage aufdrängen, ob und wo die wiederangesiedelten Tiere den ihnen angemessenen Lebensraum noch vorfinden werden. Ohne Konflikte mit Jäger und Landwirten läuft auch eine Luchs-Wiederansiedlung nicht ab. Im Gebiet Bärschwil-Grindel im Bezirk Thierstein beispielsweise, ging der Rehbestand wegen des Luchs um 50 Prozent zurück, schreibt die Basellandschaftliche Zeitung (11.3.2017). Jetzt reisst die Raubkatze auch die Schafe auf den Höfen in diesem Gebiet nahe dem Passwang. Herdenschutzhunde sollen diese nun schützen.
 
 
MJ