Neue Strömung und Kiesbänke im Rhein  

 
16. Oktober 2017
 
Das Projekt ist einmalig für eine Schweizer Innenstadt: Kies wird aus dem Rhein gebaggert und soll entlang des Rheinbords neu aufgeschüttet werden. Neue Strömungsverläufe sollen einheimische Fische fördern.
 
Die Birs hat rund 20’000 Kubikmeter Schotter in die Schiffahrtsrinne zwischen Schwarzwald- und Wettsteinbrücke geschwemmt. Die Schweizerischen Rheinhäfen werden diesen ausheben und dem Kanton liefern. Dieser wiederum will den Rhein damit ökologisch aufwerten. Das Projekt: Kiesschüttungen im Abschnitt zwischen Tinguely-Museum und Solitude-Park, Naturschutzzonen, Inseln, Weiden und Kiesbänke, hinter denen Fische laichen können. Weiter unten werden ein Strand und Flachwasserzonen für einheimische Fische aufgeschüttet.
 
Warum ist die ursprüngliche Auenlandschaft verschwunden? Warum sind heute solche Aufwertungsmassnahmen nötig? Wie hat sich die Schiffahrt entwickelt? Informationen dazu finden sich auf regionatur.ch in den Modulen Schifffahrt und Rhein. Im Modul Rhein wird u.a. auch die Rheinkorrektion von Tulla im 19. Jahrhundert beschrieben. Durch diese wurde Kulturland in der Rheinebene gewonnen und der Rhein auf Kosten der Auenlandschaften schiffbar gemacht. Auch der Hinweis auf das Integrierte Rheinprogramm am deutschen Ufer, das den von Tulla korrigierten Altrhein ökologisch aufwertet, fehlt nicht. Trotz Aufwertungsprojekten aller Art, der Rhein wird nie mehr die Auenlandschaft, wie sie Peter Birmann um 1835 vom Isteiner Klotz aus rheinaufwärts gezeichnet hat. Trotzdem wird der Rhein mit der geplanten Aufwertung zur attraktiven Naherholungslandschaft mitten in der Stadt.
 
MJ