Schartenflue

Die Schartenflue ist der höchste Punkt des Gempenplateaus und als Hausberg von Basel ein sehr beliebtes Ausflugsziel. Von dort bietet sich ein traumhafter Blick über Basel, den Tafeljura und die Lössgebiete im Leimental.




Markante Nase

Die Schartenflue liegt in der Gemeinde Gempen und bildet den markanten Rand der gleichnamigen Hochebene im Westen. Politisch gehört das Gebiet zum Kanton Solothurn. Die aufgrund ihrer hohen Felswand von weitherum als markante Nase sichtbare Schartenflue liegt mit 760 m ü. M. etwas höher als die übrigen Flächen des Gempenplateaus. Unmittelbar oberhalb der schroff abfallenden Felswand grenzt ein bewaldetes Plateau mit dichtem Laubwald an. Unten geht die Felswand in mehr oder weniger lichte Buchenwälder über.

Aussichtsreiches Ziel

Auf dem Gipfel stehen sowohl ein Aussichtsturm als auch ein Restaurant. Neben Nutzern der Kletterfelsen und der vielen Wanderwege kommen Besucher auch einfach der wunderbaren Aussicht wegen hierher. Schon Anfang des 20. Jh. genossen 15 000 Besucher pro Jahr die Aussicht und spazierten in den Ortschaften auf dem Hochplateau zur Erholung. 1902 wurde auch die Idee verfolgt, eine Zahnradbahn von Dornach-Arlesheim auf die Schartenflue zu bauen. Sie wurde jedoch nie realisiert.

Traumhaftes Panorama

Von der Schartenflue und ihrem Aussichtsturm hat man eine gute Rundsicht. An klaren Tagen kann man die Vogesen, den Schwarzwald und manchmal sogar die Schweizer Alpen sehen. Im Nordwesten erheben sich in der Ferne die Vogesen und in der Oberrheinebene sind die Start- und Landebahnen des Flughafens Basel-Mulhouse erkennbar. Davor bauen sich die in den letzten 50 Jahren zu einer grossen Agglomeration zusammengewachsenen Siedlungen von Basel und dem unteren Birstal auf. Das «Gebäudemeer» wird nur noch durch Erhebungen wie das Bruderholz oder das Westplateau gegliedert.

Begehrtes Ackerland

Der westliche Rand des Birstals ist zugleich der letzte Ausläufer des Sundgauer Hügellands. Nördlich wird es begrenzt vom Wasserturm und dem Kantonsspital auf dem Bruderholz. Aufgrund des fruchtbaren Bodens befindet sich hier begehrtes Land für den Ackerbau. Neben Getreide wird auf den Flächen auch viel Gemüse angebaut, welches zunehmend auch regional vermarktet wird. Besonders grosse Ackerflächen sind beim Schlatthof zwischen Reinach/Aesch und Ettingen auszumachen. Weiter nach Westen setzt sich diese Nutzungsform – bei geringerer Besiedlungsdichte – bis zum Horizont fort.

Jurafalten

Auf den niedrigsten Vorbergen des Kettenjuras liegen im Hintergrund die Ortschaften Hofstetten-Flüh und Metzerlen mit dem Benediktinerkloster Mariastein und der Landskron. Auf den fruchtbaren Böden dieser Hochebenen herrschen Ackerbau und Streuobstwiesen vor, während die steilen Hänge auf der Nordseite des Blauens praktisch vollständig bewaldet sind.

Birsklus und hohe Juraketten

In südlicher Richtung fällt im Vordergrund als erstes die Birsklus von Angenstein auf. Hier hat sich die Birs den Durchgang durch die aufgefalteten Kalkgesteine geschaffen und ändert ihre Fliessrichtung von West-Ost nach Süd-Nord. Etwas weiter nach Osten werden die bewaldeten Bereiche im Süden des Gempenplateaus erkennbar. Dahinter bauen sich die höheren Juraketten mit Hoher Winde und Passwang als höchsten Erhebungen auf. Bei ganz klarer Sicht und als Krönung eines Ausflugs auf die Schartenflue erhebt sich über einem Dunstband die Alpenkette.
DK

Karten

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Weiterführende Links

Literatur

  • Dreyfuss Ch. und Weiss H.: Botschaft des Bundesrates an die Bundesversammlung, betreffend Konzession einer Zahnradbahn von der Station Dornach-Arlesheim nach Gempen und auf die Schartenfluh. Basel 1902