Exkursion Itingen

Wandel und Entwicklung eines alten Bauerndorfes

Das alte Bachzeilendorf ist von der Grundstruktur bis heute erhalten geblieben. Die ehemaligen Baumgärten und der Verlauf des Etters sind heute noch gut sichtbar. Ebenfalls gibt es noch viele Bauernhäuser, welche allerdings in ihrer Funktion geändert wurden. Vor allem der Bau der H2 1967 mit dem Anschluss Itingen und der A2 1970 veränderte die Gemeinde nachhaltig. Die Bevölkerung verdoppelte sich und für Itingen grosse Wohnquartiere wurden erstellt. Die neu errichtete Gewerbezone schuf eine erhebliche Zahl an Arbeitsplätzen.

Route
Bahnhof – Schulhaus – Schulstrasse – Dorfstrasse – Talweg – Schwimmbad – Grube «Im Tal» – «Hinter den Gärten» – Dorfstrasse – Landstrasse – Bahnhof

Dauer
Ein halber Tag, Gehdistanz: 2,5 km

An- und Rückreise
Hin- und Rückfahrt mit S3-Bahn nach Itingen (Fahrt Basel-Itingen 20 Minuten)

Theodor Strübin, Itingen, Dorfstrasse mit Brunnen, 26./28.6.1953, Farbfotografie, Museum.BL, Liestal, ST01536.

Grundlagen

Material zum Mitnehmen
Karten
Dorfplan 1822 (pdf) | Geometrischer Plan Bann 1822 |

Bilder
Georg Friedrich Meyer, 1680 | Flugbild 1928 | Flugbild 1949 | Westseite Dorfstrasse 1925 | Dorfstrasse 1953 | ehemaliger Talweiher | Chalchofen | Baumgarten | Sonnenhang 1971 | Gewerbegebiet |

Bauernhäuser Itingen: Damals und heute Ein fotografischer Vergleich (pdf)

Verlauf

  1. Bahnhof 1925: Lage Bahnhof zur Siedlung, keine Industrialisierung im Vergleich zu Sissach oder Lausen, da Bahnhof spät gebaut, Siedlungsbegrenzung durch Bahnlinie, Lärmschutz.
  2. Ehemalige Landstrasse, heutige Funktion, Wohnbauten (Mehrfamilienhäuser).
  3. Schulhaus: Lage zur Siedlung beim Bau 1899, Siedlungsausweitung Richtung Osten seit den 1940er- und 1950er-Jahren, Wohnquartier entlang eines rechtwinkligen Strassennetzes.
  4. Schulhaus-Dorfstrasse: alter Etter, Bauerngärten Ostseite im Vergleich zu denjenigen im Bereich zur Westseite «Hinter den Gärten».
  5. und
  6. Dorfstrasse: Bachzeilendorf (Bacheindolung: wo verschwindet der Bach?), Bauernhäuser (Lage, Staffelung, Funktionswandel), neue Einkaufsmöglichkeiten, Unterschied westliche/östliche Zeile: die westliche ist besser erhalten, Bauerngärten vor dem Haus; die östliche Zeile ist bescheidener, mit neueren Häusern und Umbauten (siehe weiterführende Links: Bauernhäuser 33, 35 (5.1), 22 (5.2), Denkmalpflege).
  7. Schwimmbad/Talweiher: Umnutzung vom Fisch-/Feuerwehrteich zum Schwimmbad.
  8. Mergelgrube «Im Tal»: vom ehemaligen Kalkofen (7.1.) sind nur noch kleine Stützmauerreste erhalten, heute bewaldet, Wandel von Grube zu Biotop (7.2.), Ziegenbeweidung.
  9. Talbächli (Dorfbach) : Weidenschnitt.
  10. «Hinter den Gärten»: Baumgärten, Bedeutung und Verlauf Etter, damalige und heutige Nutzung, Beispiel für ein Bauergarten mit geometrischer Buchseinfassung, Tabelle Obstbäume.
  11. Kreuzung Dorfstrasse - Landstrasse: Bedeutung Wirtshäuser früher/heute
  12. Brücke Bahnweg: Blick auf Gewerbezone und Autobahnen H2, A2, Bedeutung Gewerbezone für Entwicklung (Bevölkerungsentwicklung, Beschäftigte), Vergleich Grösse Bodenfläche IKEA-Gebäude mit altem Dorf, Siedlungsausweitung am Sonnenberg seit den 1980er-Jahren, landwirtschaftliche Nutzung der Ebene.

HPM

Interaktive Routenkarte

Swisstopo, Route Exkursion Itingen, Landeskarte 1:25'000, 2012.